Pascal Kober ist neuer Regierungsbeauftragter für Terroropfer

Berlin – Der baden-württembergische FDP-Abgeordnete Pascal Kober ist neuer Opferbeauftragter der Bundesregierung. Das wurde am Mittwoch im Bundeskabinett beschlossen. Kober ist evangelischer Theologe. Als Militärseelsorger hat er nach eigenen Angaben auch an Auslandseinsätzen teilgenommen.

Das Amt des Beauftragten für die Anliegen von Opfern und Hinterbliebenen von terroristischen Straftaten im Inland war im April 2018 eingerichtet worden – auch als Folge von Kritik von Betroffenen des islamistischen Anschlags auf dem Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember 2016. Der Opferbeauftragte und sein Team sind beim Bundesjustizministerium angesiedelt und sollen als zentrale Anlaufstelle zur Verfügung stehen. Der erste Opferbeauftragte war Edgar Franke (SPD), der seit Dezember Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium ist.

Das sagt der WEISSE RING zur Ernennung

„Wir freuen uns über die Ernennung von Herrn Kober – und wir sind schon sehr gespannt darauf, ihn kennenzulernen. Aus unseren Gesprächen beispielsweise mit den Opfern des Anschlags vom Berliner Breitscheidplatz wissen wir, wie wichtig es für Terror-Opfer ist, in ihrer Not vom Staat gesehen zu werden, der sie nicht schützen konnte. Eine zivilgesellschaftliche Organisation wie der WEISSE RING kann einen buchstäblich unbezahlbaren Beitrag dazu leisten, den Betroffenen menschliche Unterstützung zukommen zu lassen. Aber erst wenn diese Unterstützung flankiert ist von konkreter und gut organisierter staatlicher Hilfestellung, haben viele Opfer das Gefühl, dass ihr Leid tatsächlich anerkannt wird.“

Bianca Biwer, Bundesgeschäftsführerin WEISSER RING

Quellen:
Text: dpa & WEISSER RING
Foto: Phototek